…HIER, JETZT UND SOFORT!

Plantarbo verbindet zwei übergeordnete Projektziele: Zum einen werden die Kinder und Jugendlichen durch die die konkreten Pflanzaktionen und die begleitenden Workshops dazu angeregt, Nachhaltigkeitsthemen in ihrem Umfeld zu erkennen und lokalen Klimaschutz selber zu gestalten. In diesem Prozess eignen sie sich wertvolles Wissen an – über die erfolgreiche Umsetzung von Baumpflanzaktionen, Grundlagen eines intakten Ökosystems, die Vorzüge heimischer sowie neuer, klimaresistenter Arten uvm.. Damit Baumpflanz-Aktionen wirksam umgesetzt werden können, bedarf es einer guten Standortanalyse und eines nachhaltigen Managements der gepflanzten Bäume. Die Teilnehmer lernen also, sich mit kommunalen Entscheidungsprozessen und Expertenmeinungen kritisch auseinanderzusetzen. Sie arbeiten mit Behörden zusammen, die Flächen für die Pflanzaktion ausweisen, befragen WissenschaftlerInnen und tragen durch die Organisation von Baumpatenschaften dafür Sorge, dass später auf diesen Flächen auch die Pflege der nach und nach entstehenden Baumbestände organisiert wird. Sie diskutieren mit Kritikern und Befürwortern des Projekts. Durch eine Auseinandersetzung mit verschiedenen lokalen Akteuren erfahren sie zudem, dass Bäume nicht nur die CO2 Bilanz verbessern, sondern auch eine Vielzahl von sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Einflüssen haben, von denen die Menschen vor Ort in ganz unterschiedlicher Weise profitieren (z.B. ökologische und konventionelle Landwirte, Anwohner, Touristen etc.). Zudem können die Teilnehmer*innen durch eine aktive Vernetzung mit Projektpartnern erfahren, dass es im städtischen und ländlichen Kontext unterschiedliche Räume und Möglichkeiten gibt, Pflanzaktionen voranzutreiben. Über diese Vernetzungen lernen sie, sich mit eigenen Lebenszielen und -entwürfen auseinanderzusetzen, diese kritisch zu reflektieren und gesellschaftlich einzuordnen.

Zum anderen soll durch die Auseinandersetzung mit Methoden der Netzkommunikation ein kritischer Umgang mit Social Media gefördert werden. Damit die TeilnehmerInnen von plantarbo ihre eigene Arbeit dokumentieren und medial verbreiten können, erhalten sie wichtige Grundlagen, unterschiedliche Social Media-Inhalte zu konzipieren und ihre Gedanken in professionelle textliche, fotografische und audiovisuelle Formate zu übersetzen. Zudem lernen sie Strategien kennen, um diese Inhalte über verschiedene Kanäle erfolgreich zu kommunizieren. Das Format der Selbstinszenierung wird dabei als innovative Partizipationsform für gesellschaftliches Engagement erprobt. Gefördert werden soll eine Kultur der kritischen Auseinandersetzung, die Jugendliche befähigt, ihre eigenen Zukunftsthemen zu finden, diskursiv zu verhandeln und zielgruppengerecht zu kommunizieren.